Content mit KI –
Fluch, Segen oder beides?
„Schreib mir mal einen Blogartikel über Content-Erstellung.“ Zack, in Sekunden hat die KI geliefert. Aber ist das wirklich guter Content – oder nur leere Worte? Immer mehr Unternehmen setzen auf KI, doch je mehr wir sie nutzen, desto klarer wird: Ganz ohne kritisches Hinterfragen funktioniert es einfach nicht.

Die Idee zu diesem Beitrag kam mir aus aktuellem Anlass.😉 Neulich habe ich einen Text mit KI recherchiert anstatt zu googeln. Ehrlich gesagt: Auf den ersten Blick sah alles super aus. Flüssig, logisch aufgebaut, auch auf Nachfragen wurde mir versichert, dass die Angaben stimmen. Doch beim genaueren Lesen sind mir kleine Ungereimtheiten aufgefallen – falsche Zahlen, erfundene Quellen, und natürlich die typische „KI-Sprache“. Spätestens da war klar: Ohne Faktencheck und den menschlichen Feinschliff geht es nicht.
1. Die Vorteile: KI als Turbo für Content
Natürlich hat der Einsatz von KI im Content-Marketing nicht nur Schattenseiten. Richtig eingesetzt kann sie unheimlich hilfreich sein, und zwar nicht nur für große Konzerne, sondern auch für kleine Unternehmen, Agenturen oder Selbstständige. Denn KI-Tools bringen etwas mit, das im stressigen Arbeitsalltag oft fehlt: Tempo, Inspiration und Entlastung.
Ob es darum geht, den ersten Entwurf für einen Blogartikel zu schreiben, neue Ideen für Social-Media-Posts zu entwickeln oder auf Knopfdruck gleich mehrere Varianten einer Produktbeschreibung zu erhalten – die Möglichkeiten sind enorm. Wer bisher ewig mit leeren Dokumenten und Schreibblockaden gekämpft hat, kann mit KI deutlich schneller starten und mehr Energie in den Feinschliff investieren.
Genau hier zeigen sich die größten Vorteile:
Früher, in meinem Dawanda-Shop, habe ich oft so schönes Feedback von Kundinnen bekommen für die liebevoll geschriebenen Produktbeschreibungen. Ich habe viel Zeit und Herzblut reingesteckt, um jedem Artikel einen eigenen Charme zu verleihen. Heute, wenn ich mir vorstelle, auf einen Schlag viele neue Produkte einzustellen, würde ich wahrscheinlich auch auf KI zurückgreifen, um schneller voranzukommen. Doch eines geht dabei unweigerlich ein Stück weit verloren: die individuelle Handschrift, die persönliche Note, die nur der Mensch einem Text mitgeben kann.

2. Die Kehrseite: KI macht auch Fehler
So beeindruckend KI auch klingt, die Technologie hat bisher klare Grenzen:
KI ist nur der CO-Pilot, nicht der Captain!
Deborah
Als kleines Experiment, hab ich ChatGPT mal eine Frage nach einer Veranstaltung gestellt. Es handelt sich um das Wiesenfest in Erbach. Der Haken war, dass es zwei Orte names Erbach gibt. Es wurde von ChatGPT mehrfach betont, dass die Aussage absolut korrekt sei und das Wiesenfest in Erbach im Alb-Donau-Kreis das größte Volksfest der Region sei. Selbst mit dem Hinweis auf eine andere Postleitzahl, wurde immer noch daran festgehalten, es handle sich um das Erbach im Alb-Donau-Kreis. Am Ende waren wir dann aber doch einer Meinung.😉
3. Mensch & KI: Die goldene Mitte finden
Ich glaube KI ist weder ein Allheilmittel noch sollte man es verteufeln. Der Schlüssel liegt doch eigentlich darin, KI für sich als Werkzeug zu verstehen, als Hilfe und nicht als Ersatz um etwas nicht selbst erledigen zu müssen.
Hier habe ich ein paar Tipps, wie du mit KI sinnvoll arbeiten kannst:
Praxisbeispiel: Blogartikel mit KI-Unterstützung
Angenommen, du willst einen Blogartikel über „Nachhaltige Mode“ schreiben:
Wenn du dich noch mehr für den Umgang mit KI und SEO interessierst, empfehle ich dir Lisas Blogbeitrag „KI und SEO – funktioniert das?“.

4. Fazit: KI inspiriert, der Mensch entscheidet.
Künstliche Intelligenz ist echt sehr hilfreich in der Content-Erstellung. Sie kann Prozesse wahnsinnig beschleunigen und Ideen liefern. Aber sie ersetzt nicht das menschliche Denken oder die kritische Prüfung und natürlich auch niemals die kreative Einzigartigkeit.
Merke dir: KI-Texte sind sehr ähnlich wie ein Navi beim Autofahren – praktisch und hilfreich. Aber wenn du blind vertraust, landest du schnell an einem ganz anderen Ort, nur weil er gleich heißt wie dein ursprüngliches Ziel …
Am Ende zählt immer noch der Mensch, der entscheidet, welche Inhalte veröffentlicht werden und er ist es auch, der die Verantwortung dafür übernehmen muss.

Deborah Kliebhan
Content-Managerin, Fremdsprachenkorrespondentin, Lektorin, Fotografie-LiebhaberinDeborah Kliebhan ergänzt seit August 2024 die Einfach-mal-SEO-Crew als Content-Managerin. Sie erstellt und korrigiert Texte, bearbeitet Fotos und wählt das passende Bildmaterial aus, um ansprechende Inhalte für den Nutzer zu erstellen. Außerdem unterstützt sie Lisa bei der Kundenkommunikation. Sie ist gelernte Fremdsprachenkorrespondentin, kann auf eine langjährige Erfahrung als Lektorin blicken und ist seit einigen Jahren selbstständig mit ihrem Etsy-Shop Faespell, in dem sie handgemachte Blumenkränze für Hochzeiten, nostalgische Kleidung und Antiquitäten anbietet. Außerdem gibt sie Ballettunterricht und interessiert sich für Botanik und Insekten. Eine ihrer großen Leidenschaften ist die Makrofotografie.






Hi Deborah,
wow, vielen Dank für den spannenden und gut aufbereiteten Artikel! Ich schreibe auch mal Content mithilfe von KI, aber fühle mich am wohlsten, wenn ich den Output als Überblick nehme und dann doch „in eigene Worte“ umschreibe. KI klingt halt nach KI. Und das ist auch okay. Aber ich glaube, dass sich zu viele Menschen daran gewöhnen und völlig vergessen, wie schön und gut „echte“ Sprache klingen kann. Sätze, bei denen nachgedacht wurde (wenn auch nur kurz), Wörter, die nicht inflationär verwendet werden – oder eben Wortspiele, die einfach passen. Du kannst dir ja mal von ChatGPT einen Witz erzählen lassen… Die finde ich teilweise so kurios und unlustig, dass ich sie nicht einmal verstehe, nachdem ich sie mir habe erklären lassen 😉
Liebe Grüße
Caro
Liebe Caro,
danke für deinen lieben Kommentar, das freut mich riesig 😉
Ich finde das hast du genau auf den Punkt gebracht. Und ja, Humor ist noch keine KI-Superkraft, eindeutig!
Ganz liebe Grüße
Deborah