Die Wahrheit über SEO

SEO ist für viele Menschen im Internet ein Mythos. Man redet über Backlinks, Keywords und Optimierungsmaßnahmen. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass mit SEO Buzzword-Bingo gespielt wird. Jeder kennt sie: Die Wahrheit über SEO. Jeder weiß, wie es geht und wie es funktioniert mit der Herumoptimiererei für die Suchmaschine.

In diesem Ratgeber möchte ich über Mythen rund um SEO sprechen – sind sie wahr oder Teil unserer Fiktion? (Nein, wir sind hier nicht bei X-Factor ;-))

SEO ist tot!

Ein weit verbreiteter Mythos. Gerade auf LinkedIn oder in Magazinen liest man gelegentlich, dass SEO tot sei.

Auf diese Frage könnte man die berühmt-berüchtigte SEO-Antwort geben: Es kommt darauf an …

Wenn man die Art von Suchmaschinenoptimierung nimmt, die man vor 20 Jahren betrieben hat, dann handelt es sich wirklich um eine nicht mehr so lebendige Praxis. Aber da SEO sich weiterentwickelt und keine starren Regeln verfolgt, bin ich definitiv der Meinung, dass SEO quicklebendig ist. Warum?

Man kann immer noch Inhalte optimieren, damit sie bei Suchmaschinen besser ausgespielt werden. Das funktioniert immer noch. Das mache ich tagtäglich. Und wenn SEO tot wäre, würde ich vermutlich meine Zeit verschwenden.

Meiner Meinung nach behaupten nur Menschen, die keinen Erfolg mit SEO haben oder sich auf anderes konzentrieren, dass SEO tot sei.

R.I.P SEO - Suchmaschinenoptimierung ist tot.

Hat SEO eine Zukunft?

Als Ende 2022 immer mehr KIs von der breiten Masse ausprobiert wurden, wurde oft behauptet, dass SEO keine Zukunft mehr habe. Die KI würde letztlich die Suchmaschine ablösen und ersetzen. Menschen waren begeistert, dass der Computer Fragen beantworten kann, Texte generieren und sogar Bilder erstellen kann. Und ja, auch ich habe ein Experiment mit der Künstlichen Intelligenz gemacht und getestet, wie gut die Ergebnisse in der Suchmaschine ranken. Auch ich war positiv überrascht und nutze seitdem die KI gerne mal für kleinere Recherchen oder Basisinfos. Aber dabei bleibt es auch. Denn die KI wird mich niemals ersetzen können und bringt einige Probleme mit sich:

  • Die KI ist in 2023 nicht auf dem neusten Stand. News kann ein Mensch besser verarbeiten und wiedergeben als die künstliche Intelligenz. Sprich hier werden wir weiterhin unter anderem auf Suchmaschinen zurückgreifen, weil sich dort Neuigkeiten und Aktuelles schneller verbreiten und finden lassen.
  • Eine KI kann keine persönlichen Erfahrungen wiedergeben. Sie ist nicht menschlich. Wenn wir aber einen Inhalt mit persönlicher Note konsumieren wollen, werden wir auch zukünftig noch eine Suchmaschine (YouTube, Bing, Google, Shopsysteme,…) befragen müssen und uns dann den Inhalt herauspicken, der uns persönlich am meisten zusagt.
  • Eine KI vermischt oft die Fiktion mit der Realität – ein wenig wie bei X-Factor. Es liest sich gut, es sieht professionell aus – aber es ist einfach nicht wahr. Wenn eine KI nicht weiterweiß, dann wird sie (in den meisten Fällen) kreativ und dichtet etwas dazu. Nur wenn du Experte in dem Gebiet bist, wirst du aber erkennen, dass die Informationen nicht zu 100% korrekt sind. Ich bin mir sicher, dass zukünftig Menschen weiterhin Menschen vertrauen und so auch weiterhin die Suchmaschine bedienen werden. Denn mit ihr haben sie gute Erfahrung. Zumindest bei komplexeren Themen, bei denen es keine einfache Antwort gibt.

Meiner Meinung nach wird sich die Nutzung der Suchmaschine verändern. Stupide Fragen wie nach der Größe des Eiffelturms werden zukünftig sicher selten über eine Suchmaschine abgefragt. Aber es wird weiterhin genügend Szenarien geben, in der eine Suchmaschine nötig ist. Und solange es Suchmaschinen gibt, hat auch SEO eine Zukunft.

Die Keyword-Dichte ist wichtig

Und das ist nicht der einzige Mythos über Keywords. Wer über SEO spricht, spricht zu 60% auch über Keywords.

  • Du sollst dir eine Keywordliste und Keywordrecherche machen.
  • Du sollst dein Keyword an bestimmte Stellen einbauen.
  • Blablabla.

Doch bevor wir über Keywords sprechen, müssen wir über vieles anderes sprechen. Und das vergessen viele. Einfach ein Keyword heraussuchen und das in einen Text zu ballern hat früher mal funktioniert. Heute kommt es bei der Suchmaschinenoptimierung aber auf viel mehr an: Die Suchmaschine ist inzwischen in der Lage Zusammenhänge zu verstehen und dann ist das auch gar nicht mehr so wichtig, dass ein Keyword eine bestimmte Keyworddichte im Inhalt erfüllt.

Je mehr Suchvolumen, desto besser ist das Keyword!

Bevor ich ein SEO-Audit für einen Kunden mache, lasse ich immer einen Fragebogen vom Kunden ausfüllen. Dort muss der Kunde auch beantworten, für welche Keywords die Seite ranken soll. Meistens sind das Keywords mit sehr viel Suchvolumen. Zum einen wäre das unrealistisch, gleich dafür Ranken zu können und zum anderen würde das auch gar nicht so viel bringen.

Ich bringe dir ein fiktives Beispiel mit:

Der Kunde (Ergonomischer Sportschuhhersteller) möchte für das Keyword „Schuhe“ ranken.

Das Keyword „Schuhe“ hat laut ahrefs ein monatliches Suchvolumen von 153.000 in Deutschland. Das klingt im ersten Moment nach sehr vielen potenziellen Kunden.

Wer nach Schuhe sucht, sucht aber nicht unbedingt nach ergonomischen Sportschuhen und die Konkurrenz ist sicher gigantisch.

Ergonomische Sportschuhe haben laut dem SEO-Tool ein monatliches Suchvolumen von 0-10. Der Kunde wäre nie auf die Idee gekommen, auf dieses Keyword zu optimieren, weil das ja keinen Traffic bringt.

Aus Erfahrung weiß ich allerdings, dass diese Angaben nicht immer stimmen. Meistens sind es mehr Suchanfragen pro Monat, als vom Tool prognostiziert. Das Tool behauptet zum Beispiel, dass „SEO für Blogger“ ein monatliches Suchvolumen von 30 hat. Ich ranke für dieses Keyword sehr gut und laut der Google Search Console habe ich knapp 200 Impressionen im Monat für dieses Keyword. Die Diskrepanz ist also sehr groß – daher würde ich Tools in Hinblick auf das Suchvolumen nicht immer vertrauen. Die Daten direkt von Google sind für mich persönlich ehrlicher.

Außerdem ist es doch besser für den Kunden, wenn weniger Menschen mit echtem Interesse an dem spezifischen Produkt danach suchen, anstatt viele Menschen, mit wenig definiertem Interesse. Obendrein ist die Chance, mit einem weniger gesuchten, spezifischeren Keyword zu ranken, viel besser.

Ich suche mir ein Keyword aus und dann ranke ich dafür!

Ein weit verbreiteter Irrglaube. Man macht sich die Mühe, sucht ein passendes Keyword raus, optimiert den Inhalt darauf und ist fest davon überzeugt, mit diesem Keyword ein Ranking zu erzielen. Doch es passiert anders und die Seite rankt dann für ganz andere Begriffe in den Suchergebnissen als erwünscht. Ganz ehrlich: So etwas passiert sogar den besten SEO-Profis und Experten mal. Die Suchmaschine ist nicht berechenbar. Und nur weil wir davon überzeugt sind, dass der Inhalt passend optimiert ist, heißt es noch lange nicht, dass der Algorithmus der Suchmaschine das auch so sieht.

Wer gutes SEO machen möchte, muss auch bereit sein, verschiedenes auszuprobieren, Stellschrauben nachzujustieren und sich selbstkritisch zu hinterfragen.

Wenn der Plan also nicht aufgegangen ist, muss strategisch vorgegangen werden. Denn Optimierung ist ein Prozess und keine einmalige Angelegenheit. Allerdings weiß ein Experte dann im Normalfall, an welchen Stellschrauben zu drehen ist, während ein SEO Anfänger das unerwartete Ranking als Niederlage betrachtet und enttäuscht ist.

Je mehr Backlinks, desto besser und nofollow Backlinks bringen nix!

Mehr ist nicht immer besser. Es kommt auf die Qualität an. Außerdem sollten Backlinks immer eine authentische und ehrliche Sache sein. Die Wahrheit ist, dass Backlinks die besten Backlinks nicht auf Knopfdruck für ein wenig Kleingeld erscheinen und dass ein passender nofollow Link immer noch besser als ein unpassender dofollow Spam-Link ist.

Es gibt ein Patentrezept für SEO

Sorry, aber Rezepte können nur 1:1 in der Küche umgesetzt werden. Bei SEO gibt es sicher ein paar Basis-Zutaten, aber letztlich kommt es auf viele Faktoren an. Zum Beispiel auf die Zielgruppe, den Wettbewerb und deine Autorität bei der Suchmaschine. Es reicht nicht aus, irgendwelche Checklisten zu befolgen, da SEO immer sehr individuell ist.

Für SEO braucht man Profitools

Ganz ehrlich: Die meisten, die irgendwelche SEO-Tools nutzen, können diese gar nicht richtig nutzen. Da wird irgendwie wild herumgeklickt. Manchmal lässt man sich auch von Zahlen verunsichern oder geht in die falsche Richtung. Profi Tools sind für Menschen, die tagtäglich Websites analysieren und Strategien entwickeln. Für die meisten Websites reichen aber kostenlose Tools, wie zum Beispiel die Google Search Console, völlig aus.

Hast du die kostenlose Google Search Console schon eingerichtet?

Nein? Dabei ist die Google Search Console eines der wichtigsten Tools für SEO! Ich habe dir extra eine Video-Anleitung dafür erstellt.

Über die Autorin

Lisa Rudolf SEO Expertin, Bloggerin und Softwareentwicklerin

Lisa Rudolf

Softwareentwicklerin, Bloggerin und SEO-Expertin

Lisa hatte schon immer eine Vorliebe für Algorithmen und technische Probleme. Nach ihrem Informatikstudium hat sie über 5 Jahre lang Berufserfahrung als Softwareentwicklerin gesammelt, während sie nebenher einen Blog über gesunde Ernährung und Radsport geschrieben hat. In dieser Zeit hat sich auch eine Leidenschaft für Suchmaschinenoptimierung (SEO) entwickelt. Und dieser Leidenschaft geht Lisa jetzt hauptberuflich nach. Ihre Mission ist es, SEO verständlich zu erklären und andere Selbstständige, Blogger und kleine Unternehmen dabei zu unterstützen.

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