Keine Verk├Ąufe ├╝ber die Website – was tun?

Du hast viel Geld und Zeit in eine Website gesteckt – doch nichts passiert. Oder hast du dir eine Plattform ausgesucht, die dir hohe Conversions verspricht und dein Unternehmen auf das n├Ąchste Level heben m├Âchte? Doch stattdessen werden die auf der Website dargestellten Produkte einfach nicht gekauft. Dasselbe gilt auch f├╝r Newsletteranmeldungen, die einfach nicht stattfinden und das Postfach, welches leer bleibt.

In diesem Ratgeber erf├Ąhrst du, warum deine Website keine Verk├Ąufe generiert und wie das Verkaufen ├╝ber ein Webprojekt wirklich funktioniert. Wenn du allerdings nur etwas verkaufen m├Âchtest und relativ wenig Aufwand damit haben m├Âchtest, w├Ąre ein bereits bestehender Marktplatz oder eine l├Ąngst bekannte Plattform f├╝r dich die bessere Wahl als ein eigenes Webprojekt.

Diese Anleitung gilt sowohl f├╝r Unternehmen als auch f├╝r Dienstleister, Selbstst├Ąndige und Blogger.

Mein pers├Ânliches Kauferlebnis

Damit du besser verstehst, worauf es wirklich ankommt, m├Âchte ich dir von einem pers├Ânlichen Kauferlebnis erz├Ąhlen. Lie├č die folgenden Zeilen bitte aufmerksam durch – du wirst sicher einige Aha-Momente haben.

Vor ├╝ber 2 Wochen habe ich ein Produkt gekauft. Ich wusste schon, dass ich es kaufen werde, bevor ich ├╝berhaupt den Preis kannte. Er war mir erst einmal egal. Und als ich dann die Verkaufsseite vor mir hatte, habe ich diese nicht einmal durchgelesen. Ich habe sofort nach unten gescrollt und auf Kaufen geklickt. Doch wie kam es dazu?

Vor 2 Jahren hatte ich beim Autofahren einen Podcast geh├Ârt. Ich erinnere mich noch genau an diesen Tag. Mit meinem Auto stand ich im Stau, w├Ąhrend ich den Podcast geh├Ârt habe.

In dem Podcast ging es um Online-Kurs und Online-Marketing. In dieser speziellen Folge ging es aber spezifisch um das Thema Copywriting (wovon ich zuvor noch nie geh├Ârt hatte). Ein Podcastgast berichtete im Interview ├╝ber dieses Thema und ich fand es spannend. Den Typen hatte ich zuvor noch nie wahrgenommen. Tim Gelhausen war sein Name. Mir gefiel sein Sprachstil und das, was aus seinem Mund rauskam. Nach der Folge habe ich, immer noch im Stau stehend, nach dem Herrn gesucht und seinen Podcast gefunden.

Tage sp├Ąter hatte ich einige Folgen von ihm angeh├Ârt und seinen Podcast abonniert. So kam es auch dazu, dass ich die letzten 2 Jahre regelm├Ą├čig die neusten Folgen geh├Ârt habe. Erst unbewusst, sp├Ąter sogar mit Vorfreude und Erwartung.

Kopfh├Ârer, mit denen ich gerne den Podcast von Tim Gelhausen geh├Ârt habe.

In fast jeder Folge redet Tim ├╝ber seinen Newsletter. Der Schlawiner hat sich sogar extra ’ne Domain gesichert, die man sich einfach merken kann: timnews.de. Ein verdammt cleverer Schachzug. Denn w├Ąhrend des Podcasts h├Âren, sitze ich meistens nicht am Rechner. Nach etwa einem Jahr bin ich dann aus heiterem Himmel, ohne den Podcast in diesem Moment zu h├Âren, auf seine Seite gegangen und habe mich f├╝r seinen Newsletter angemeldet. Dieser Satz „Komm in meinen Newsletter … unter timnews.de kannst du dich anmelden …“ hatte sich bei mir so eingebrannt, dass ich nicht mal nach ihm googeln musste. Es war einfach da. In meinem Kopf.

Etwa 1,5 Jahre nachdem ich seine Kundenreise angetreten habe, verkaufte er sein Produkt. Ein gro├čer Online-Kurs ├╝ber Copywriting. Ich muss gestehen, dass ich mehrfach auf der Salespage war, aber nicht gekauft habe. Ich war neugierig. Aber ich hatte noch nicht den Drang zu kaufen.

Ein halbes Jahr und ein Dutzend Podcastfolgen + Newsletter sp├Ąter verk├╝ndete Tim dann, dass er ein neues Produkt herausbringen wird. Grow&Sell – einen Online-Kurs zum Newsletteraufbau. Dabei hat er auch klipp und klar kommuniziert, dass er es verkaufen und er potenzielle K├Ąufer ansprechen m├Âchte. Kein Schischi und langes um den hei├čen Brei herumreden. Alles sehr Transparent.

Ich liebe meinen Newsletter und ich bin auch der Meinung, dass der super funktioniert. Es meldet sich fast nie jemand ab, die ├ľffnungsraten sind gigantisch und meine Newsletterabonnenten konvertieren auch zu Kunden, obwohl ich fast nie Angebote mache. Aber trotzdem war mir zu dem Zeitpunkt klar, dass ich das Programm kaufen werde. Punkt.

Und so kam es auch: W├Ąhrend er sein Verkaufswebinar hielt, sa├č ich schwitzend auf meiner Rolle auf dem Fahrrad. Konzentration brauchte ich nicht gro├čartig – ich wollte nur den Link haben, wo man das Produkt kaufen konnte. Als der Link gedropt wurde, verlie├č ich das Webinar und kaufte. 700ÔéČ – habe ich einfach mal so ausgegeben. Ohne mit der Wimper zu zucken.

Lisa auf der Rolle - w├Ąhrend dem Fahrrad fahren im Online Verkaufswebinar.
Auf der Rolle w├Ąhrend dem Webinar

Wie konnte das passieren?

Die Antwort ist einfach: Vertrauen und Zeit.

So funktioniert verkaufen. Und online sind diese beiden Faktoren noch viel wichtiger als offline. Online haben wir mehr Konkurrenz, mehr Auswahl, mehr Angebote.

Einfach eine Website oder einen Online-Shop zu erstellen, reicht nicht aus. Das ist lediglich eine Basis, aber kein Schl├╝ssel zum Verkauf.

Doch wie schafft man es auf einer Website zu verkaufen?

Geld verdienen ├╝ber die Website.

Vertrauen

W├╝rdest du bei jemandem kaufen, dem du nicht vertraust? Ich denke, ich kenne deine Antwort …

Um Vertrauen f├╝r deine Marke auf einer Website zu generieren, gibt es verschiedene Wege, die du kombiniert oder auch einzeln einsetzen kannst:

  • Texte, die deine Expertise untermauern und die den Lesern weiterhelfen, ohne dabei wie ein Verk├Ąufer zu wirken
  • Echte, authentische Bilder und keine 0815 Stockfotos
  • Eine transparente ├ťber mich oder ├ťber uns Seite, sowie wenn passend Autorenboxen
  • Ehrliche Kundenr├╝ckmeldungen und Bewertungen von bisherigen K├Ąufern
  • Blogs und Ratgeber
  • Eine gute Positionierung auf deiner Website: Wenn du der Kurdische Inder bist, der auch Pizza und Burger verkauft, wirds etwas schwierig
  • Ein einheitlicher Auftritt (sowohl optisch als auch inhaltlich)

Das waren jetzt alles M├Âglichkeiten, die die Website selbst betreffen. Erg├Ąnzend dazu k├Ânnen noch folgende Vertrauensma├čnahmen hilfreich sein (sofern sie zu dir und deiner Zielgruppe passen):

  • Podcast (eigener oder auch zu Gast sein in anderen Podcasts)
  • Newsletter
  • Soziale Medien
  • Google MyBusiness Profil
  • Publikationen wie zum Beispiel B├╝cher oder Online-Kurse
  • Gastbeitr├Ąge und Interviews

Generell gilt: Je authentischer und nahbarer du dich pr├Ąsentierst, desto mehr Vertrauen kannst du auch gewinnen.

Wenn du NUR an den Gewinn denkst, verspielst du damit Vertrauen.

Zeit

Die zweite Komponente, um Verk├Ąufe ├╝ber deine Website zu generieren, ist Zeit. Gibt deinen potenziellen Kunden Zeit. Zeit sich zu informieren, Zeit, um Vertrauen zu dir als Verk├Ąufer aufzubauen. Zeit, um das passende Angebot zu finden.

Vertrauen und Zeit helfen deiner Website besser zu Verkaufen.

In dieser Zeit solltest du nat├╝rlich auch selbst Zeit investieren. Sei pr├Ąsent und arbeite kontinuierlich an deinen Inhalten. Denn wenn du nicht kontinuierlich Inhalte erstellst oder sichtbar bist, dann geht auch das Vertrauen zur├╝ck. Der potenzielle Kunde m├Âchte doch jemand, der auch verf├╝gbar ist und niemand, der abgetaucht ist.

Kontinuierlich hei├čt ├╝brigens nicht, dass du 24/7 pr├Ąsent sein und dreimal die Woche einen Blogbeitrag ver├Âffentlichen musst. Vielmehr geht es darum, dass du nicht 3 Monate lang volle Power gibst und dann 3 Monate vom Erdboden verschwindest, bevor du wieder loslegst.

Ich verschicke zum Beispiel (fast) jede Woche einen Newsletter und ver├Âffentliche auch (fast) jede Woche eine Podcast-Folge. Zudem stelle ich (fast) jeden Monat einen Blogbeitrag online. Es gelingt mir nicht immer und ich bin auch keine Contentmaschine. Aber es gen├╝gt meiner Zielgruppe dennoch, um Vertrauen aufzubauen und mit mir zu interagieren.

Und mache die Zeit, die du in dein Webprojekt steckst, nicht von deinen Einnahmen durch das Projekt abh├Ąngig. Du wirst erst mal viel geben m├╝ssen, bevor du auch nehmen kannst. Das nennt sich auch Investition. Nur dass du nicht ausschlie├člich Geld, sondern auch Zeit investieren musst. Ein Satz, welchen ich in der Vergangenheit leider viel zu oft (vor allem von Gr├╝ndern) geh├Ârt habe, war „Sobald das Projekt gen├╝gend Einnahmen erzielt, investiere ich auch“. So funktioniert das nicht.

Mit meinem Blog habe ich zum Beispiel 2-3 Jahre Zeit investiert, bevor ich mit dem Blog Einnahmen erzielen konnte.

Schneller ├╝ber die Website verkaufen

Ungeduldige Menschen werden es wohl schwer haben, wenn sie ├╝ber eine Website verkaufen wollen. Letztlich ist eine gute Arbeit und Geduld der Schl├╝ssel zum Erfolg. Aber dennoch gibt es einen Tipp, der das ganze beschleunigen kann:

Mach deinen potenziellen Kunden ein Angebot.

Und damit meine ich weder, dass du Kaltakquise machen sollst, noch deine potenziellen K├Ąufer mit Angeboten bombardieren sollst. Es reicht, wenn du vereinzelt dezent darauf aufmerksam machst, dass du etwas zu verkaufen hast:

  • Schreib im Newsletter gelegentlich ├╝ber deine Angebote
  • Mach ein paar Call-to-Actions auf deine Website
  • Sprich im Podcast ├╝ber deine Angebote
  • Erw├Ąhne in Blogbeitr├Ągen deine Angebote
  • Habe ein funktionierendes Kontaktformular auf deiner Website
  • Biete offensichtlich Support und Nachfragem├Âglichkeiten an
  • Sorge daf├╝r, dass andere ├╝ber deine Angebote sprechen
  • Stelle den Wert und Preis deiner Angebote transparent dar

Wie zuvor erw├Ąhnt – mach das alles dezent und nicht zu aufdringlich. Es soll ja authentisch und vertrauensw├╝rdig bleiben.

Falls du dir jetzt ein Rezept erhofft hast, welches dir von heute auf morgen den Umsatz verdoppelt, dann muss ich dich leider entt├Ąuschen. Der Weg wird steinig und lang – lohnt sich aber, wenn du ihn durchziehst. Aus diesen Gr├╝nden scheitern auch viele damit, mit ihrem Webprojekt gute Verk├Ąufe zu erzielen.

Eine Website ist ein langfristiges Projekt und kein Selbstl├Ąufer.

├ťber die Autorin

Lisa Rudolf SEO Expertin, Bloggerin und Softwareentwicklerin

Lisa Rudolf

Softwareentwicklerin, Bloggerin und SEO-Expertin

Lisa hatte schon immer eine Vorliebe f├╝r Algorithmen und technische Probleme. Nach ihrem Informatikstudium hat sie ├╝ber 5 Jahre lang Berufserfahrung als Softwareentwicklerin gesammelt, w├Ąhrend sie nebenher einen Blog ├╝ber gesunde Ern├Ąhrung und Radsport geschrieben hat. In dieser Zeit hat sich auch eine Leidenschaft f├╝r Suchmaschinenoptimierung (SEO) entwickelt. Und dieser Leidenschaft geht Lisa jetzt hauptberuflich nach. Ihre Mission ist es, SEO verst├Ąndlich zu erkl├Ąren und andere Selbstst├Ąndige, Blogger und kleine Unternehmen dabei zu unterst├╝tzen.

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