Was kostet eine Website?

Du fragst dich, was eine Website kostet? Die Antwort darauf ist nicht einfach, denn die Kosten können stark variieren. Von einer einfachen Online-Visitenkarte bis zu einer komplexen Unternehmenswebsite gibt es viele Möglichkeiten. In diesem Beitrag erfährst du, welche Faktoren die Kosten beeinflussen und zeige dir transparent auch eine konkrete Beispielrechnung.

Autorin: Lisa Augustin Zuletzt aktualisiert: 28. Mai 2024
Nachdenklincher Laptop

Neben Strategien für die Suchmaschinenoptimierung erstelle ich auch schlüsselfertige Websites. Und so flattert auch regelmäßig die Frage nach den Kosten für eine Website (oder auch Homepage) in mein Postfach. Viele haben keine Vorstellung, wie hoch die Kosten für eine Website sein können und vor allem, welchen Aufwand das mit sich bringt.

Und an dieser Stelle möchte ich niemandem einen Vorwurf machen. Es gibt so viele Anbieter und Angebote, Baukästen und Möglichkeiten, dass man schnell auch den Überblick verliert und gar nicht weiß, was ein realistischer Preis für das eigene Webprojekt sein könnte. Darum gehen wir jetzt Stück für Stück alle Faktoren durch. Schnapp dir gerne einen Zettel und Stift und mach dir Notizen. Denn das folgende Wissen kann dir helfen, um ein vorhandenes Angebot zu validieren, ein neues Angebot einzuholen oder auch das Budget richtig einzuplanen.

Was kostet eine Website = Was kostet ein Auto?

Die Antwort ist ähnlich wie bei einem Auto: Es kommt drauf an.

  • Legst du Wert auf die Marke und hast konkrete Vorstellungen beim Anbieter und Modell?
  • Wie schnittig, einzigartig und modern soll das Auto aussehen?
  • Soll es neu oder gebraucht sein?
  • Welche Ausstattung soll das Auto haben?
  • Wie viel Platz soll das Auto bieten?
  • Schraubst du gerne selbst am Auto herum?
  • ….

Ich glaube, du verstehst, worauf ich hinaus will. Ein Auto kann je, nachdem zwischen 100€ und 200.000€ kosten. Und so ist das auch bei einer Website.

Limousine oder Kleinwagen?

Die Kosten hängen stark von der Art und dem Zweck der Website ab. Grundsätzlich lassen sich folgende Typen unterscheiden:

  • Einfacher One-Pager: eine einzelne Seite mit grundlegenden Informationen, quasi eine Online-Visitenkarte. Aus meiner Sicht als SEO-Expertin aber überhaupt nicht zu empfehlen.
  • Klassische Unternehmenswebsite: mehrere Seiten mit detaillierten Informationen über Produkte, Dienstleistungen, das Team und Kontaktmöglichkeiten.
  • Online-Shop: eine komplexe Struktur mit zahlreichen Produktseiten, Zahlungsabwicklung und Sicherheitszertifikaten.
  • Individuelle Web-Anwendung: Spezielle Lösungen für spezielle Anforderungen, oft mit interaktiven Funktionen.

Es gibt dann auch noch die Kategorie Blogs unter den Websites. Die bestehen hauptsächlich aus Kategorieseiten und Blogbeiträgen – können auch Bestandteil einer Unternehmenswebsite sein.

Kostenfaktoren im Überblick

Natürlich ist es logisch, dass eine kleine Unternehmenswebsite günstiger sein sollte als ein großer Onlineshop. Dennoch hängt es von verschiedenen Faktoren und vom Anbieter ab, sodass im Fall der Fälle auch ein Online-Shop günstiger als eine Unternehmenswebsite sein kann. Darum gehen wir jetzt alle Faktoren der Reihe nach durch.

Da ich bei manchen Faktoren etwas ausgeschweift bin, findest du hier eine grobe Übersicht und kannst so direkt zu den einzelnen Faktoren springen.

Wie soll die Website umgesetzt werden?

Starten wir mit einer Frage, die die wenigsten Laien auch wirklich beantworten können, weil das Hintergrundwissen und die Erfahrung fehlt. Drum kommt es auch bei diesem Punkt schon oft zu Fehlentscheidungen, weil aus dem Bauch (und dem Geldbeutel) heraus entscheidet wird oder das genommen wird, was von der Agentur, dem Anbieter oder dem Websdesigner empfohlen wird.

Das soll jetzt nicht heißen, dass die Dienstleister dich falsch beraten. Es ist eher so, dass jede Agentur und jeder Freelancer sein Spezialgebiet hat und darum wird oft auch eine bestimmte Lösung angeboten. Nur ob dieses Spezialgebiet auch zum Unternehmen passt, ist wieder eine andere Frage. Ich zum Beispiel biete nur WordPress Websites an. Willst du was anderes, dann bist du bei mir falsch. Das muss aber nicht heißen, dass meine Art die einzig richtige ist. Es ist nur das, was ich gut und effektiv umsetzen kann.

Folgende Möglichkeiten zur Umsetzung eines solchen Projektes gibt es:

  • Baukastensystem (z. B. Strato, Wix, Jimdo)
  • CMS (z. B. WordPress oder Typo3)
  • Headless CMS (z. B. Storyblock oder Pimcore)
  • Individualprogrammierung

Folgende Grafik verdeutlicht: je mehr Möglichkeiten und je individueller das Projekt, desto höher der Preis. Baukastensysteme sind oft recht günstig und einfach, dafür bieten sie aber auch wenig Spielraum.

Wichtig ist auch zu wissen, dass je individueller eine Lösung wird, desto abhängiger ist man vom Entwickler und dessen Programmierkenntnissen. Während ein Baukasten oder ein CMS wie WordPress noch selbstständig betreut und angepasst werden kann, ist es bei einem Headless CMS wie Pimcore oder Storyblock kaum noch möglich neue Module anzulegen – es sei denn man hat fundierte Programmierkenntnisse in der Webentwicklung.

Diagramm symbolisiert das Preis-Leistungsverhältnis von Websites. Der Baukasten ist zwar günstig, bietet aber wenig Möglichkeiten. Die Individualprogrammierung bietet alle Möglichkeiten, ist aber teurer.
Es gibt kein Gut oder Schlecht: Für jede Variation gibt es auch eine Zielgruppe.

Umfang

Je mehr Seiten und Inhalte (Texte, Bilder, Videos) deine Website hat, desto teurer wird sie. Ein einfacher One-Pager ist günstiger als eine umfangreiche Unternehmenswebsite mit vielen Unterseiten und einem Blog.

Das Mindestmaß an Umfang, welches ich empfehle, ist:

  • Startseite
  • Über Uns
  • Leistungsseite oder Produktseite (pro Leistung oder Produkt)
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz

Webdesign, Branding und UX

Ein professionelles und ansprechendes Webdesign macht deine Website individuell und einzigartig – kostet aber auch extra. Ist dir ein gutes Branding Extrakosten wert oder reicht dir auch ein Standard-Design, welches auf X anderen Websites zu finden ist und bei dem du lediglich Farben und Schriften auswählen kannst?

Ein komplettes Brand Design umfasst folgende Elemente:

  • Logo
  • Farben
  • Schriften
  • Visuelle Elemente
  • Bildwelten

Wenn du bereits einen fertigen Styleguide hast, kann dieser als Grundlage für das Webdesign dienen, was die Kosten senkt. Soll jedoch ein neues Brand Design entwickelt werden, steigen die Kosten entsprechend.

Strategie & SEO

Dieser Punkt liegt mir besonders am Herzen und ich verkaufe keine Website ohne Leistung. Was nützt dir eine neue Website, wenn sie danach von niemandem gefunden wird und auch keine Ziele erfüllt?

Eine Website ohne Sinn und Verstand? Dann kannst du auch gleich das Geld in der Donau versenken.
Lisa

Jetzt ist es aber so, dass viele Agenturen und Webdesigner SEO schon mitliefern. Aber SEO ist nicht gleich SEO. Meist wird (wenn überhaupt) folgendes mitangeboten (und manchmal auch umgesetzt):

Das alles sind für mich Dinge, die selbstverständlich sind. Bzw. wenn man sauber programmiert, hat man eh schon die Hälfte korrekt umgesetzt. Viel wichtiger ist eine langfristige Strategie und somit folgende Aspekte:

  • Wie baue ich die Struktur der Website sinnvoll auf, um sie später auch ggf. erweitern zu können?
  • Wie schaffe ich es, die aktuelle Sichtbarkeit beizubehalten und keine Google Rankings zu verlieren?
  • Welche Inhalte helfen, unsere Ziele zu erreichen?
  • Was macht die Konkurrenz und wie können wir uns davon abheben?

Daher biete ich immer Folgendes mit an: Workshop, Recherche und Strategie.

Funktionalitäten

Je mehr Funktionen deine Website hat, desto höher sind die Kosten. Beispiele für extra Funktionen sind:

  • E-Commerce-Funktionalitäten: Produktkatalog, Warenkorb, Zahlungsabwicklung.
  • Interaktive Elemente: Formulare, Buchungssysteme, Benutzerkonten.
  • Mehrsprachigkeit: Ermöglicht, Inhalte in mehreren Sprachen anzubieten, um ein internationales Publikum zu erreichen.
  • Blog oder Newsbereich: Erlaubt es dir, regelmäßig neue Inhalte zu veröffentlichen, was für SEO und die Bindung deiner Zielgruppe wichtig ist.
  • Integrationen und Anbindungen: Etwa die Integration eines Newsletters oder die Anbindung an einen Kalender

Entwicklung

Viele denken, dass dieser Punkt der einzige Punkt bei der Erstellung einer Website ist. Ich spreche hier von der Entwicklung. Manche bezeichnen es auch als Programmierung – aber ganz ehrlich: die wenigsten programmieren tatsächlich. Viele klicken sich irgendwas zusammen und das bisschen CSS, was oft eingesetzt wird, hat für mich nichts mit Programmierung zu tun. Ich habe jahrelang Software programmiert. Ich weiß, wovon ich spreche.

Neben der Erfahrung und Geschwindigkeit des Entwicklers spielt auch der Aufwand bei der Entwicklung eine Rolle. Muss viel individuell angepasst oder kann auf fertige Elemente zurückgegriffen werden? Je individueller das Design, desto aufwendiger auch die Entwicklung.

Allerdings muss ich an dieser Stelle sagen, dass eine Entwicklung ohne Design deutlich aufwendiger ist als eine Entwicklung mit Design. Sich irgendwas aus den Fingern zu saugen und so lange hin- und herzuschieben, bis es gut aussieht, ist deutlich aufwendiger als einem roten Faden zu folgen, der schon so vom Kunden abgesegnet wurde.

Inhalte

Eine Website füllt sich nicht von selbst. Und nein, die Inhalte von der alten Website zu übernehmen reicht auch nicht aus.

Funfact: Wegen dieses Punktes verzögern sich die meisten Projekte.
Lisa

Auch die Inhalte der Website sorgen für Kosten. Und mit Inhalten meine ich konkret:

  • Texte
  • Konkrete Angebote oder Produkte
  • Bilder
  • Videos
  • Grafiken
  • Kundenstimmen / Referenzen

Auch hier stellt sich wieder die Frage: Mache ich es selbst oder lasse ich es von einem Profi erledigen? Eine gute Strategie und saubere technische Umsetzung bringt nichts, wenn letztlich mit KI-Texten und Stockfotos gearbeitet wird, um Geld zu sparen.

Go-live

Dann gehören natürlich auch noch alle Aktivitäten rund um das Go-live der Website dazu:

  • Testen und Fehlerbeheben – auf allen möglichen Geräten und Bildschirmgrößen
  • Umzug der Website – manchmal auch in Verbindung mit einem Hoster-Wechsel
  • Redirects einrichten (beim Relaunch)
  • Indexierung beantragen (bei Google und Bing)
  • Testen und anpassen

Laufende Kosten

Und auch diese Kosten sollten schon in der Entscheidung mit berücksichtigt werden. Manche Baukasten oder CMS Systeme kosten monatlich oder jährlich. Auch der Cookiebanner, das Mehrsprachigkeits-Plug-in oder der Pagebuilder kann laufende Kosten produzieren. All diese Kosten sind abhängig vom gewählten System und wie der Entwickler es letztlich umsetzt.

Gibt es jemanden im Unternehmen, der die Internetpräsenz pflegen kann oder muss das an die Agentur ausgelagert werde?

Und natürlich sollten auch Hosting und Domain nicht ignoriert werden in der Kostenkalkulation.

Reales Rechenbeispiel: Was hat diese Website gekostet?

Und jetzt wird’s spannend – auch für mich als Autorin. Denn ich schreib’ jetzt einfach mal runter, was diese Website hier gekostet hätte. Hätte, weil ich natürlich viel selbst gemacht und mich nicht selbst bezahlt habe. Du kannst dich gerne auch erst mal durch die Website klicken und dann eine Schätzung abgeben, bevor du weiter liest. Das könnte auch spannend werden!

Ausgangssituation: Ich habe die Website im Sommer 2023 relauncht. Wir sprechen hier jetzt von den Kosten, die des Relaunches aufgekommen sind.

Alle Leistungen, die ich selbst umgesetzt habe, berechne ich mit einem Stundenlohn von 100€. Mit meinem Zeiterfassungssystem hab’ ich immer wieder die Zeit getrackt, sodass ich relativ genau schätzen kann.

Design und Branding

Ich habe mir ein individuelles Maskottchen in verschiedenen Ausführungen erstellen lassen. Dazu noch einige Illustrationen, eine Farbpalette und die Auswahl von Schriftarten. Alles in allem hat mich das inzwischen mindestens 4500€-5000€ gekostet. Bei mir waren es aber wirklich sehr viele Maskottchen-Ausführungen und Illustrationen und ich bestelle auch regelmäßig nach. Dafür hab’ ich aber auch viele Design-technische Möglichkeiten und eine sehr individuelle Website.

Hier siehst du mal meine komplette Illustrationsauswahl, gezeichnet von Jenny:

Illustrationen von einfach mal SEO

In der Regel gibts aber Logo + Styleguide schon ab 2000-3000€. Es kommt immer darauf an, wie umfangreich es sein soll und für welchen Designer man sich entscheidet.

Bei meiner alten Website habe ich übrigens das Logo selbst mit Canva gemacht und auch ein paar Illustrationen von Canva genutzt. Man sieht den Unterschied. Früher sah die Website eher nach einem Hobbyprojekt aus. Jetzt sieht sie nach einem ernst zu nehmenden Business aus.

Fotos

Dasselbe gilt auch für die Fotos. Früher hab’ ich diese mit dem Selbstauslöser gemacht. Beim Relaunch habe ich professionelle Fotografen aufgesucht und verschiedene Situationen festhalten lassen: den Blick in die Google Search Console, ein SEO-Audit, im Gespräch und Porträts. Alles einheitlich und passend zum restlichen Branding. Kostenpunkt für das professionelle Fotoshooting: 1300€ für einen halben Tag im Studio.

Eine Auswahl an profesionellen Fotos für die Website

Struktur und SEO

  • Keywordrecherche (5 Stunden)
  • Redirection-Management (1 Stunde)
  • Website-Struktur (1 Stunde)
  • SEO-Strategie (3 Stunden)

Hier kommen wir auf etwa 1000€.

Programmierung und Inhalte

Da das auch alles aus einer (meiner) Hand kommt, fasse ich das etwas zusammen

  • Basis Einrichtung (2 Stunden)
  • Startseite (3 Stunden)
  • Über-Mich Seite (4 Stunden)
  • Kontakt (1 Stunde)
  • Newsletter (1 Stunde)
  • Tauschgeschäft (2 Stunden)
  • Referenzen (3 Stunden)
  • Themenseiten (4 × 2 Stunden)
  • Angebotsseiten (7 × 4 Stunden)
  • Podcast (1 Stunde)
  • Formulare (1 Stunde)
  • Medienoptimierung (1 Stunde)
  • Datenschutz, Impressum, Cookiebanner (1 Stunde)
  • Testing und Go-live (4 Stunden)

Bei der Erstellung der Website kommen wir hier auf 60 Stunden * 100€ = 6000€.

Laufende Kosten

Auch diese Website hat laufende Kosten in Form von:

Schlussrechnung: Was hat die Website gekostet?

  • Design & Branding: 4500€
  • Fotos: 1300
  • SEO & Strategie: 1000€
  • Technische Umsetzung und Inhalte: 6000€
Diese Website hat mich also grob gerechnet 12.800€ gekostet und hat etwa die Größe einer Website eines kleinen bis mittleren Unternehmens.

Was fehlt in dieser Rechnung?

Die Blogbeiträge lasse ich jetzt mal aus dieser Rechnung raus. Blogbeiträge und Ratgebertexte würde ich dann eher unter laufende SEO-Maßnahmen verbuchen. Ich habe ja auch nicht alle Blogbeiträge auf einmal gemacht, sondern in den vergangenen 2,5 Jahren Stück für Stück erstellt. Aber ich kann dir dennoch verraten, wie hoch, deren Wert ist. Aktuell sind wir bei 29 veröffentlichten Blogbeiträgen. Pro Blogbeitrag benötige ich zwischen 4 und 6 Stunden. Für diesen Beitrag hier habe ich sogar 7 Stunden benötigt. Aber gehen wir mal von durchschnittlich 5 Stunden aus. 29 × 5 × 100€ = 14.500€.

Außerdem habe ich hier keine Einmalkosten für Plug-ins und Lizenzen mit aufgeführt.

Da ich die Website für mich selbst erstellt habe, fällt auch das Projektmanagement komplett weg. Das wären bei einem Kundenprojekt in dieser Größe locker nochmals 10–15 Stunden gewesen. Auch ein initalier Workshop, Korrekturschleifen und die Einarbeitung in Themen fiel komplett weg.

Planung Selbststaendige
Schlüsselfertige Website
Du bist auf der Suche nach einer schlüsselfertigen Website? Ich erstelle dir gerne ein individuelles Angebot.

Dein Budget entscheidet!

Letztlich entscheidet dein Budget immer über die Möglichkeiten. Wenn du ein fixes Budget hast, dann wird die Agentur oder der Freelancer dir ein Paket zusammenschustern, das auch zu deinem Budget passt.

Ich habe dir mal grob zusammengestellt, was du ungefähr für welches Budget bekommst.

  • Bis 2.000€: Baukasten oder einfacher One-Pager
  • 2.000€ – 5.000€: Kleine Website mit bis zu 5 Seiten ohne eigenes Branding und Design
  • 5.000€ – 10.000€: Kleine Website bis zu 10 Seiten mit Branding, Design und Fotos
  • 10.000€ – 20.000€: Mittelgroße Website mit Branding, Design und Fotos
  • Ab 20.000€: Größere Websites inkl. Branding, Design, Fotos und Ratgebertexte

Ich lehne auch einige Kunden ab, weil ich das falsche Angebot für ihr Budget habe. Für 1000€ kann ich nunmal keine Website mit 5 Unterseiten erstellen. Also ja, ich könnte sicher schnell schnell etwas zusammenklicken – dann reichen mir die 10 Stunden aus. Aber ich habe auch Ansprüche an meine Arbeit und will, dass es gut wird. Und da empfehle ich bei niedrigen Budgets tatsächlich Baukasten. Die sind günstig und man kann sich irgendwas zusammenklicken.

Und auch Shop-Systeme lehne ich ab. Nicht weil das Budget zu hoch ist, sondern weil mir einfach die Kapazität dazu fehlt. Das lagere ich lieber an eine größere Agentur aus.

Zeit ist Geld

Zum Schluss möchte ich noch auf einen wichtigen Punkt eingehen, der leider oft unterschätzt wird. Zeit ist Geld.

Natürlich kannst du dir deine Website selbst mit einem Baukastensystem oder WordPress nach Anleitung zusammenbauen. Aber ich vermute, du benötigst da mindestens doppelt so lange wie ein Profi, der das regelmäßig macht. Und das Ergebnis wird auch definitiv ein anderes sein. In der Zeit, die du damit verbringst ein mittelmäßiges Ergebnis zu erzielen, könntest du auch einfach mit den Dingen, die du gut kannst, Geld verdienen.

Das ist auch mit ein Grund, warum ich aktuell nach einer Haushaltshilfe suche. Jemand anders kann das einfach besser und ich setze die Zeit lieber sinnvoller ein für Aufgaben, in denen ich Expertin bin. Denn da hab’ ich dann unterm Strich mehr gespart.

Nachdenklicher Laptop

Da solltest du stutzig werden!

Die Eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht. Natürlich kann ein Webdesigner auch Fotos machen, eine SEO-Strategie entwickeln und die Website technisch umsetzen. Aber es ist dann eben auch nicht gut und profesionell. Wenn du nur eine durchschnittliche Lösung willst, ist ein Alleskönner sicher in Ordnung. Aber Alleskönner sind nicht in jedem Gebiet Profi. Du musst also immer im Hinterkopf behalten, dass die Aufgabe nur zu 50% erledigt wurde und du vielleicht später mal nachbessern musst.

Das ist übrigens der Grund, warum ich bei meinen schlüsselfertigen Websites mit anderen zusammenarbeite. Ich mache nur SEO, Projektmanagement und die technische Umsetzung. Alles andere lagere ich aus.
Ein Homepage ist, wenn man es genau nimmt, nur die Startseite einer kompletten Website (zu deutsch auch Internetpräsenz oder Internetauftritt). Genauso wie eine Webseite nur eine einzelne Seite auf einer Website ist. Umgangssprachlich sprechen aber viele von einer Homepage und meinen damit eine komplete Website.

Umgangssprache ist wichtig und richtig. Aber wenn dir ein Profi nur eine Homepage verkauft, solltest du stutzig werden. Denn entweder weiß er es nicht besser oder es wird tatsächlich nur eine einfache Homepage verkauft.
Programmieren hört sich profesioneller an als „wir müssen das in unserem Pagebuilder zusammenklicken“. Darum behaupten immer viele Webdesigner und Agenturen, dass sie irgendwas programmieren müssen.
Wer bei WordPress und Co. einen Pagebuilder nutzt, programmiert recht selten. Natürlich kann es zu Anpassungen im CSS und HTML kommen – ABER das ist für mich kein Programmieren. HTML ist eine Auszeichnungssprache und keine Programmiersprache. Und CSS ist lediglich das hübsch machen von einzelnen Elementen und Klassen.
Ich würde sogar behaupten, dass nur bei Individuallösungen noch richtig programmiert wird.
Ich mache schon seit Jahren SEO für diese Website und hab noch kein Ende in Sicht. Wenn du also einen einmaligen SEO-Posten auf deinem Angebot findest und behauptet wird, dass danach deine Website komplett für die Suchmaschine optimiert ist, dann solltest du auch stutzig werden. Denn SEO ist ein Laufender Prozess. Bei der Erstellung einer Website können natürlich SEO-Aspekte miteinfließen – aber fertig ist die Suchmaschinenoptimierung danach nicht.
Jeder hat einen Schwippschager, Kumpel oder Bekannten der das natürlich auch kann. Doch auch hier kann ich aus Erfahrung sprechen: Es gibt immer einen Haken. Denn der Schwippschwager hat natürlich noch einen Job und weil er dafür nicht angemessen bezahlt wird, leidet auch das Ergebnis darunter. Sprich es dauert länger, hat keine Priorität und wird vielleicht auch nicht so gut wie bei einem Profi.

Lisa Augustin, Autorin, Bloggerin, Softwareentwicklerin und SEO Expertin.

Lisa Augustin

Software-Entwicklerin, SEO-Expertin, Bloggerin, Genussbikerin

Lisa Augustin (geb. Lisa Rudolf) hatte schon immer eine Vorliebe für Algorithmen und technische Probleme. Nach ihrem Informatikstudium hat sie über 5 Jahre lang Berufserfahrung als Softwareentwicklerin gesammelt, während sie nebenher einen Blog über gesunde Ernährung und Radsport geschrieben hat. In dieser Zeit hat sich auch eine Leidenschaft für Suchmaschinenoptimierung (SEO) entwickelt. Und dieser Leidenschaft geht Lisa jetzt hauptberuflich nach. Ihre Mission ist es, SEO verständlich zu erklären und andere Selbstständige, Blogger und kleine Unternehmen dabei zu unterstützen.

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