Website mit KI Erstellen:
Vor- und Nachteile
Up-to-Date: 05.07.2026

Für dich, zum Mitnehmen
Warum KI-Websites gerade so gehypt werden und warum „sieht gut aus“ noch lange nicht heißt, dass deine Website auch langfristig funktioniert.

Hinter der Tastatur
Lisa Augustin. Softwareentwicklerin, SEO-Nerd und jemand, die bei „die KI macht das schon“ inzwischen leichte Panik bekommt. Nicht aus Angst.

Hier bist du richtig, wenn…
du gerade überlegst, deine Unternehmenswebsite einfach schnell mit KI erstellen lassen willst und ne ehrliche Meinung brauchst.
Im persönlichen Gespräch oder online in Foren: Alle reden gerade darüber, wie man mit KI Websites bauen kann.
Schnell.
Einfach.
Ohne Programmieren.
Ohne Agentur.
Ohne große Kosten.
Und ganz ehrlich?
Ja — du bekommst damit erstaunlich schnell etwas auf den Bildschirm, das erstmal ziemlich gut aussieht. Und ich kann’s nachvollziehen. So hab ich mich gefühlt, als ich mein erstes HelloWorld-Progrämmchen kompiliert habe und es funktioniert hat. Ich hab mich gefühlt wie ein Technikgott. Denn ich habe etwas Neues erschaffen, das funktioniert hat.
Genau das ist aber das Problem.
Denn viele verwechseln gerade:
„Ich habe etwas generiert“ mit „Ich habe eine gute Unternehmenswebsite aufgebaut“.
Das ist nicht dasselbe.
Eine hübsche Landingpage ist schnell gebaut. Eine Website, die langfristig funktioniert, ist eine komplett andere Geschichte.
Sieht gut aus. Funktioniert doch.
Das ist aktuell wahrscheinlich der gefährlichste Denkfehler überhaupt.
Die Leute sehen:
…und denken:
„Perfekt. Fertig. Wieso braucht der Webdesigner für sowas immer solang?“
Aber Websites werden nicht dadurch gut, dass sie auf den ersten Blick hübsch aussehen. Auch schon vor der KI gab es genügend hübsche Websites, die nicht funktioniert haben. Und diese Websites landen dann irgendwann in meiner Hand, weil sie:
Und genau diese Dinge sieht man in einer KI-Demo halt nicht sofort.
Soll das jetzt heißen, dass man mit KI keine Websites bauen sollte? Nein auf keinen Fall. Aber vielleicht gehen wir einen Schritt zurück und schauen uns erstmal an, wofür KI eigentlich gut ist. Wo man KI beim Internetauftritt einsetzen kann.
Was KI wirklich gut kann
KI kann:
Aber KI versteht dein Unternehmen nicht wirklich.
Sie kennt:
Und deshalb wirken viele KI-Websites am Ende zwar modern – aber auch komplett austauschbar.
Ein Unternehmen ist aber keine zusammengepromptete Schablone.
Eine Marke lebt von Persönlichkeit. Von echten Erfahrungen. Von Menschen.Von echten Gesprächen.
Wenn du einen Song deiner Lieblingsband hörst, macht das emotional etwas mit dir.
Warum?
Weil da echte Menschen dahinterstehen. Weil du vielleicht auch Gesichter dazu im Kopf hast. Die Erinnerung an ein Konzert. Die Freude, wenn die Band wieder ins Tonstudio geht. Der Instapost mit der Tourankündigung. Du trägst doch nicht das Bandshirt einer KI?
Eine KI kann vielleicht einen „schönen Song“ erzeugen.
Aber das Drumherum fehlt.
Und bei Unternehmenswebsites ist das ähnlich.
Die KI macht dir schnell eine Website
Die ersten fünf Minuten im Prozess der Websiteerstellung sind dank KI wirklich cool. Wenn ich bedenke, wie lang ich früher für den Code gebraucht hab (inkl. Frustration, Kaffeepause, ’ner Nacht drüber schlafen und sich selber dafür zu schimpfen, weil man mal wieder doof war), ist das heute schon echt krass.
Aber das Ganze hat halt auch einen Haken. Wie bei allen „Abkürzungen“ im Leben.
Zum Beispiel wenn:
Und dann sitzt da plötzlich jemand vor seiner „einfachen KI-Website“ und versteht die Welt nicht mehr.
Das sehe ich gerade ziemlich oft.
Wie baut die KI eine Website?
In der technischen Welt spricht man von statischen Websites und Content Management Systemen (CMS). WordPress ist zum Beispiel ein CMS. Wenn ich aber nur rein mit HTML und CSS eine Website mache und Änderungen im Quellcode durchführen muss, dann ist es eine statische Website. Beim CMS gibt es ein Backend bei dem der Nutzer komfortabel ohne viel Hintergrundwissen Änderungen vornehmen kann. Und genau hier muss man als Unternehmen eine Entscheidung treffen: Eine statische Website oder ein CMS? (Ja ich weiß, es gibt auch noch headless CMS – aber die fallen für mich unter die Kategorie CMS)
Was mich gerade am meisten nervt sind folgenden Phrasen auf LinkedIn und Co:
„WordPress ist tot.“
„Static Sites sind viel besser.“
„KI ersetzt klassische Websites.“
Nein. So einfach ist es nicht.
Ja, WordPress kann nerven. Natürlich. Und sicher ist WordPress nicht für jedes Unternehmen geeignet. Aber das beste System bringt halt auch nix, wenn man es falsch anwendet. Du kannst auch mit dem sichersten Auto der Welt einen Unfall bauen, wenn du nicht fahren kannst.
Und so ist das auch bei WordPress: Wenn man wahllos Plugins installiert und Updates behandelt wie ein Glücksspiel, wird das irgendwann blöd.
Aber dieses komplette Verteufeln von WordPress geht mir ehrlich gesagt ziemlich auf meine nicht vorhandenen Eier.
Denn viele vergessen die Vorteile von einem CMS wie WordPress: Es ist standardisiert, portabel, flexibel und bearbeitbar.
PHP. MySQL. Fertig.
Wenn dein Hoster stirbt, ziehst du meistens einfach um.
Bei irgendwelchen proprietären Plattformen oder fancy KI-Konstruktionen mit anbieterspezifischen Systemen sieht das oft ganz anders aus. (Und ja, wenn du bei diesem Satz schon Bahnhof verstanden hast, dann solltest du vielleicht keine Unternehmenswebsite entwickeln.)
Und auch Static Sites sind nicht automatisch „für immer sicher“.
Läuft das Ding auf irgendwelchen JavaScript-Frameworks? Dann musst du die ebenfalls pflegen. Aktualisieren. Absichern. Ähnlich wie bei PHP, welches oft bei Content Management Systemen als Base genutzt wird.
Da sehe Ich KI in Bezug auf Websites
Und bevor das jetzt klingt wie: „KI ist böse.“ Nein, so ist das nicht. Ich bin kein KI-Gegner und ich zünd auch keine 5G-Masten mit Fakeln an.
KI ist hilfreich! Auch beim Erstellen von Websites.
Zum Beispiel:
Gerade Kunden können sich Dinge oft schwer vorstellen. Da kann KI extrem hilfreich sein.
Auch zum Rumspielen? Völlig okay.
Aber genau da liegt der Denkfehler:
Ein Prototyp ist keine fertige Unternehmenswebsite.
Das wird völlig unterschätzt
Viele denken gerade: „Ach komm, das mache ich schnell selbst.“
Und ja — ausprobieren darf und soll man ruhig.
Aber viele unterschätzen komplett:
Denn KI funktioniert nicht magisch. Und jetzt kommt mein Lieblingssatz:
Shit in, shit out.

Wenn du selbst nicht verstehst:
…dann wird’s irgendwann einfach schwierig.
Und zwar meistens genau dann, wenn’s wichtig wird.
Das größte Problem von KI Websites
Das eigentliche Problem: generisch statt authentisch. Vollkommen austauschbar. Anderes Bildmaterial und anderes Unternehmen rein – zack, fertig ist die Website.
Das Problem ist nicht nur Technik. Sondern, dass sich die Website so leer anfühlt.
Austauschbar. Ohne Persönlichkeit. Ohne Mehrwert.
Und das ist für Unternehmen gefährlich.
Denn deine Website ist nicht einfach irgendein digitales Ding. Sie ist dein Auftritt. Deine Marke. Dein Vertrauen. Und letztlich auch: deine Absicherung und deine Geldquelle.
Die KI führt keine echten Gespräche.
Die KI baut keine echten Beziehungen auf.
Die KI versteht keine echten Erfahrungen.
Sie unterstützt. Mehr nicht.
Lisa’s Senf dazu
Schau dich mal auf dieser Website um. Nicht nur auf diesem Blogbeitrag, sondern auch auf den Leistungsseiten: Finde die versteckten Eastereggs und schmunzle über mein Wording. Diese Website wurde nicht mit der KI erstellt. Mein Maskottchen und die Farben kommen von einer echten Designerin. Sie passen zu mir, dem Gesicht hinter der Marke. Die Technik ist WordPress, mit ganz viel Custom Code (bei dem auch die KI unterstützt hat) und einer Struktur, die ich auf Fresszetteln aufgemalt habe.
Meine Website ist meine digitale Identität. Für mein Unternehmen. Für meine Personenmarke. Jedes Mal, wenn ich draufgeh, fühl ichs. Freu mich über die kleinen Extras. Und nicht nur mir gehts so, sondern auch meiner Zielgruppe. Sie haben das Gefühl, als würden Sie meine kleine, bunte Welt besuchen.
Und genau deshalb würde ich wichtige Unternehmensentscheidungen nicht blind an ein System abgeben, das dein Unternehmen überhaupt nicht wirklich versteht.
Danke für deine Aufmerksamkeit. Auch das ist heute nicht mehr selbstverständlich. Vielleicht sehen wir uns ja unten im Gästebuch wieder. 🙂

Hi, ich bin lisa
Natürlich kannst du dir SEO-Wissen auch über YouTube, Blogartikel oder Kurse zusammensuchen. Kann man machen. Dauert nur manchmal länger als nötig und endet gern mit 17 offenen Tabs und noch mehr Fragezeichen. Und dann muss man das alles noch ausprobieren und rausfinden, was wirklich funktioniert.
In der SEO-Beratung geht es um deine konkreten Fragen, deine Website, dein Projekt oder deinen Workflow. Ich schaue mit dir drauf, ordne ein, erkläre und sage dir ehrlich, was ich sinnvoll finde – und was eher nach SEO-Beschäftigungstherapie klingt.
Seit 2016 beschäftige ich mich mit SEO und bringe zusätzlich meinen Blick als Softwareentwicklerin mit. Das hilft ziemlich oft, wenn SEO plötzlich technisch wird oder eine Website mal wieder macht, was sie will.



